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Die Pumuckl’s feierten Geburtstag
Zehnjähriges Jubiläum der Diedenbergener Betreuung
Vom: 05.12.2010
Von: Teko
Pumuckl ist zehn Jahre alt und hat das Sternzeichen Drache. Glauben Sie nicht? Ist aber so. Zumindest in Diedenbergen. Die Schulkinderbetreuung „Die Pumuckl’s“ feierte am Wochenende ihr zehnjähriges Bestehen. „Welches Horoskop hat denn eigentlich Pumuckl?“, fragte ein Kind vor einigen Wochen. Die Antwort fiel Betreuungsleiterin Rita Tillinger nicht leicht, aber sie hatte eine in petto. „Das Jahr 2000, als unsere Betreuung entstand, war das Jahr des Drachen“, erklärt sie. Und so sponn die Betreuerin eine Legende rund um Pumuckls Geburt in einem Drachennest und die Drachenmutter, die den Kleinen auf seinen Wunsch hin nach Diedenbergen brachte. Nun an seinem zehnten Geburtstag wollte sie ihren Schützling hier im Ort besuchen kommen.
Rauchende Drachen
Gemeinsam bauten Kinder und Väter die riesige Drachenmutter nach und stellten die Figur an der Jubiläumsfeier auf dem Schulhof auf. „Als besonderes Highlight zur Feier des Tages raucht der Drache gegen Abend“, verrät Tillinger. Und das war nicht der einzige Drache, mit dem sich die Pumucklkinder beschäftigten. „Wir haben ein Drachenprojekt gestartet, um die Jubiläumsfeier für die Kinder spannender zu machen“, erklärt die Leiterin der Betreuung. Sechs Wochen lang erfuhren die Kinder alles rund um die mystischen Wesen, aber auch Flugdrachen und Co.
Die Diedenbergener Betreuung ist bekannt für ihre Projekte. Zweimal im Jahr widmen sich die Pumuckls speziellen Aktivitäten rund um ein Thema. Dabei entstanden bisher Radiosendungen, Spielfilme, Patenschaften für Wale, Zirkus- und Dunkel-Dschungel-Projekte, Aktives im Bereich Kunst und Kultur und eine „gepflegte und gelebte Patenschaft“ zum Martha-Else-Haus. „Wir haben schon viel Schönes erlebt“, resümiert Rita Tillinger: „Das kostet zwar viel Zeit und Arbeit, aber es macht auch großen Spaß und hat sich immer gelohnt.“ Dazu braucht man laut der Leiterin ein engagiertes Team. „Ohne dieses Team, das fast von Anfang an aus den gleichen Personen besteht und ihre Begeisterung wäre jede gute Idee nicht lebbar geworden“, betont Tillinger. Aktuell betreut ein fünfköpfiges Team die 41 kleinen Pumuckl. Über die Jahre hinweg haben knapp 350 Kinder die Einrichtung durchlaufen. „Jedes war ein wertvolles Original“, sagt die Betreuungsleiterin. Und alle hätten verschiedene Bedürfnisse, manchmal seien sie gut gelaunt, manchmal traurig oder wütend, öfter auch mal müde. „Deswegen haben wir keine starren Konzepte, sondern wollen flexibel und spontan bleiben. Das sei besonders für eine Betreuung wichtig, die eine „Zwischenstation zwischen Schule und Zuhause“ sei.
Zukunftswünsche
Auch weiterhin will das Team dafür sorgen, dass es den kleinen Pumuckln in der Betreuung so gut wie möglich geht. Dazu gehört aber nicht nur Spaß, sondern auch ein paar klare Richtlinien. „Manchen Kindern ist heute die Stopp-Grenze verloren gegangen“, sagt Tillinger. „Wir haben hier zwar nicht viele Regeln, aber die wenigen, die wir haben in Bezug auf gegenseitigen Respekt, Sicherheit und Esskultur, sind uns sehr wichtig.“ Um noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können und ihnen viele Aktivitätsmöglichkeiten zu bieten, wünscht sich die Betreuungsleiterin größere Räumlichkeiten. „Das ist allerdings wirklich nur ein Wunsch. In Zeiten knapper Kassen wird das in nächster Zeit wohl eher nicht realisierbar sein“, so die Leiterin. Einen leicht umsetzbaren Wunsch hat die Leiterin jedoch auch: „Ich würde mich freuen, wenn auch weiterhin viele ehemalige Kinder gelegentlich vorbeischauen und uns besuchen. Nur so kriegen wir eine Rückmeldung, ob wir alles richtig gemacht haben.“
[Quelle: Hofheimer Zeitung]
Diedenbergener Keim-Schule hat Patenschaft mit Alten- und Pflegeheim
Vom 21.02.2008 Von Christina Schultz HOFHEIM Das Ergebnis eines Generationen übergreifenden Projektes der Betreuung an der Philip-Keim-Schule in Diedenbergen, konnten die Besucher bei der Ausstellungseröffnung im Foyer des Hofheimer Rathauses bestaunen. "Generationen-Blicke. Auf die Sichtweise kommt es an", zu diesem Thema waren zehn Schülerinnen und Schüler im Martha-Else-Haus in Hofheim unterwegs, um die Augenblicke des Zusammenseins mit älteren Menschen fotografisch festzuhalten und zu dokumentieren. Daraus ist eine 83 Bilder umfassende Fotoausstellung entstanden, die fasziniert, anrührt und allen Beteiligten Respekt zollt. Seit fast vier Jahren unterhält die Betreuungseinrichtung "Pumuckl" der Philip-Keim-Schule unter Leitung von Rita Tillinger eine Patenschaft mit dem evangelischen Alten- und Pflegeheim in Hofheim. Viele Besuche haben seither stattgefunden, die Kinder der Betreuung wirkten dort mit bei Sommerfesten und weihnachtlichen Krippenspielen. Auch die Senioren kamen ihren jungen Freunden näher und besuchten die Präsentationstage in der Schule. Während eines Medienprojektes im vergangenen Herbst, das von Bettina Graf vom Jugendbildungswerk des Main-Taunus-Kreises medientechnisch betreut wurde, kam Rita Tillinger die Idee zum Fotoprojekt im Martha-Else-Haus. Helga Klauß, stellvertretende Heimleiterin, und Michael Freitag vom sozialen Dienst des Altenheimes vermittelten gerne die Kontakte zwischen Alt und Jung. "Wir sind glücklich, mit solch einem Projekt die Kluft zwischen den Generationen zu überbrücken und Hemmschwellen abzuschaffen. Beim Kennenlernen und Fotografieren haben sich alle wohlgefühlt und gefreut, sich einmal ganz anders zu begegnen," sagte Helga Klauß bei der Eröffnung im Rathaus. "Unser Haus steht Euch weiter offen, ihr seid gerne willkommen für weitere Projekte," rief sie den Kindern zu. Mit Liebe und Neugier Auch Bürgermeisterin Gisela Stang zeigte sich beeindruckt von den Hochglanzbildern, die mit bunten Passepartouts hinterlegt in großen Bilderrahmen von den Wänden leuchteten. Sie bezeichnete das Projekt als vorbildhaft und Zeichen setzend zwischen den Generationen. Die Beschäftigung mit dem Älterwerden gehöre auch zum Erwachsenwerden dazu. "In dieser Kooperation steckt so viel Liebe. Die Kinder sind völlig unbelastet und voller Neugier an die Sache herangegangen und alle haben am Ende sehr viel dazu gewonnen". "Es war so schön mit den Kindern," sagt Irmgard Wirsching, eine der Bewohnerinnen des Martha-Else-Hauses, die mit Maria Wonder, Maria Dylla und Emmy Hermann zur Eröffnung gekommen ist. Sie sind alle stolz auf das Ergebnis und haben den Kindern gerne Geschichten aus ihrem Leben erzählt. Luisa (8 Jahre) und Svenja (7 Jahre) haben bei dem Projekt mit Spaß mitgewirkt und mit ihrer Digitalkamera viele Bilder geschossen. "Es war ganz toll, die Frau Wirsching hat mir ihr Zimmer gezeigt und ihre Hochzeitsbilder", freut sich Svenja. "Eine Frau hat auch eine Puppe auf ihrem Bett sitzen," erinnert sich Luisa. Die hat sie fotografiert und das Bild hängt nun in der Ausstellung. Von fast 200 Fotos wurden 83 ausgewählt, die das Zusammensein mit Alt und Jung auf beeindruckende Weise widerspiegeln. Die Fotos strahlen Herzlichkeit und Fröhlichkeit aus. Angefangen vom ersten Händedruck zur Begrüßung, über Bilder vom Tagesgeschehen und Portraits bis hin zur Notrufklingel am Bett, die besonders fasziniert hat, haben die Kinder alles dokumentiert und technisch aufbereitet. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema sind den jungen Fotografen nicht nur wunderbare Aufnahmen gelungen, auch Nächstenliebe, Vertrautheit und Hilfsbereitschaft wurden ihnen vermittelt. Die Fotoausstellung kann bis 5. März montags bis freitags von 9 bis 12, dienstags von 16 bis 18 Uhr im Foyer des Rathauses besucht werden. Danach werden die Bilder in der Philip-Keim-Schule ausgestellt und kommen dann in das Martha-Else-Haus zurück. Informationen beim Team Stadtkultur, Telefon 06192/202-391.
[Quelle: Wiesbadener Kurier]
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