Ev. Kita Kunterbunt
Leiterin Kerstin Leisring
Kastanienstr. 2a
65719 Hofheim a.Ts.
Tel: (06192) 38622

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Unser pädagogisches Konzept PDF Drucken E-Mail

Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist in seiner Art und seinem Handeln einzigartig. Deshalb hat jedes einzelne das Recht
auf seine Gefühle, Stärken und Schwächen.

Die Persönlichkeit des Kindes steht im Vordergrund und es ist wichtig, dass wir die Kinder ernst
nehmen, sie wertschätzen und ihnen die Zuneigung und Aufmerksamkeit entgegenbringen, die
sie verlangen und brauchen.

Die Kinder haben das Recht auf körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit.


Zum Recht auf körperliche Unversehrtheit gehören z.B. ganz elementar Nahrung, Kleidung,
Hygiene, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und Ruhepausen.


Wertschätzung, Ermutigung, Annahme, Toleranz, die Möglichkeit, soziale Erfahrungen mit
anderen zu machen, sind einige der wichtigen Bereiche der seelischen Unversehrtheit.


Für die geistige Entwicklung ist es u. a. wichtig, eigene Ideen und Gedanken haben zu dürfen,
mitzubestimmen und vielfältige Anregungen zum Lernen zu haben.

Die pädagogische Arbeit der Kita ergänzt die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder in ihren
Familien.

Kinder sind von Geburt an neugierig und lernbegierig. Sie entwickeln sich aus einer inneren
Motivation heraus, wenn sie den entsprechenden Rahmen dazu haben. So ist es für uns
wichtig, sie zu beobachten und eine Umgebung vorzubereiten, die ihnen vielfältige
Möglichkeiten zum Ausprobieren, Entdecken und Experimentieren in vertrauensvoller
Atmosphäre und geschützter Umgebung bietet.

Das Spiel nimmt dabei in der Kita einen großen Raum ein, denn es ist die natürliche Lern-
und Ausdrucksform des Kindes.

Des Weiteren ist für uns wichtig, die individuellen Lebenssituationen der Kinder zu
beobachten und entsprechend darauf einzugehen. Dazu gehören veränderte
Familienstrukturen, Medien- und Konsumeinflüsse, die Umgebung, eine höhere
Verkehrsdichte, weniger Spielraum, die Normen und Werte, die sie erleben, um nur einige
zu nennen.

Die Entwicklung sozialer Kompetenzen spielt in diesem Alter eine wichtige Rolle. Identität,
Normen, Werte, Regeln u. ä. können nur im Umgang miteinander gelernt werden. Die Kita
bietet hierfür einen guten Rahmen, denn hier finden sich Gleichaltrige, mit denen die Kinder
verhandeln und sich auseinandersetzen können, ebenso wie Erwachsene.

In der Kindertagesstätte sind jedem Kind vielfältige Möglichkeiten für seine Entwicklung
geboten. Zusammen mit der Familie kann sie so den Grundstein zu einer stabilen,
gefestigten Persönlichkeit bieten.

 

Die pädagogischen Ziele – ganz praktisch


Aus unserem Bild vom Kind und dem unserer Arbeit zugrunde liegenden Bildungs- und
Erziehungsauftrag leiten sich folgende pädagogischen Ziele ab, für deren Umsetzung den
Kindern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Dazu zählen unterschiedliche
Räume (Flur, Bällebad, Bewegungsraum,...), unser Außengelände, Arbeit in Kleingruppen,
Vorschularbeit, Waldwochen, Projekte, Ausflüge und vieles mehr.
Als Beispiele möchten wir hier zwei Projekte näher vorstellen:


Waldprojekt

Jedes Jahr im Frühling oder Herbst verbringen wir mehrere Vormittage im Wald. Der Wald
ist ein besonders geeignetes Umfeld für Bildungsprozesse im Kleinkindalter:

Er bietet kleinen Forschern vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, egal bei
welchem Wetter. Die Kinder sind umgeben von Material, das zum Spielen anregt und ihre
Fantasie beflügelt.


Es gibt immer wieder neue Rollenspiele, Aktionen und Basteleien gehen nie aus.

Im Wald können sich die Kinder auch körperlich ausprobieren, klettern, balancieren und
springen. Sie können Abenteuer erleben und gemeinsam schwierige Situationen und
Aufgaben bewältigen. Sie können sich in Naturbeobachtungen vertiefen, dabei verweilen
und zur Ruhe kommen.


Mit Kindern in den Wald zu gehen heißt, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Das religionspädagogische Projekt Bibelstündchen – Ein Tagebucheintrag


Die Fachfrauen für Religionspädagogik bieten einmal wöchentlich, im Rahmen eines offenen
Projektes ein Bibelstündchen an.

Im Vorfeld bereitet die Erzieherin den Raum
mit den von den Kindern gestalteten
Gegenständen vor. Die Gottesdienstkiste und
–decke sind ein wichtiger Bestandteil jedes
Treffens.

Anschließend lädt die Erzieherin alle
interessierten Kinder ein, am Bibelstündchen
teilzunehmen.

Die Kinder setzen sich um die Gottesdienstdecke
und ein Kind darf die große Kerze anzünden.

Jetzt ist die Zeit für das Begrüßungslied
„Hey, schön das du da bist.“
Heute erfahren wir aus der Bibel die Geschichte
„Die Stillung des Sturms“.

Alle Kinder dürfen mitmachen und erfassen
das Schwungtuch und erzeugen Wellenbewegungen.
Die Erzieherin erzählt dabei die Geschichte.

Nun geht es darum das gehörte zu vertiefen, die Kinder können ihre Meinung zu der
Geschichte sagen, was habe ich gehört und was habe ich dabei empfunden.

Jeder Beitrag wird belohnt und die Kinder dürfen sich etwas aus der Gottesdienstkiste
aussuchen. (Kerze, Stein oder Feder).

Die Erzieherin fragt die Kinder, ob diese auch schon mal vor etwas Angst hatten und
wer ihnen geholfen hat mit den Ängsten umzugehen. Die Kinder berichten von ihren
Erlebnissen.

Zum Abschluss falten die Kinder die Hände und die Erzieherin spricht ein Gebet,
welches die Themen der Kinder von diesem Treffen beinhaltet.

Elternarbeit

Wenn Sie das erste Mal die Kindertagesstätte betreten, kommen Sie als Besucher um
Ihr Kind bei uns anzumelden.

Wir sind uns des entgegengebrachten Vertrauens sehr bewusst und machen der
Elternschaft zahlreiche Angebote um diese Vertrauensbasis zu stärken.

Wir hoffen, dass Sie so während der Kindergartenzeit Ihres Kindes vom Besucher
zum Bewohner unseres Hauses werden.

Elternbeirat

Der Elternbeirat wird am Anfang eines Kindergartenjahres von allen Eltern gewählt.
In jeder Gruppe werden zwei Elternvertreter bestimmt.

Die Elternvertreter sind Ansprechpartner sowohl für Eltern als auch für Erzieher.

Wir treffen uns regelmäßig zu Sitzungen, an denen Mitglieder des Kindergartenteams,
des Kirchenvorstands und der Stadt Hofheim anwesend sind, um zu beraten, zu
organisieren und sich auszutauschen.

Ebenso kann der Elternbeirat Vorschläge und Ideen einbringen, um den
Kindergartenalltag vielfältig und interessant zu gestalten.

Feste und Veranstaltungen im Jahresablauf gestaltet das Kindergartenteam in
Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und unter Einbeziehung engagierter Eltern.
Der Elternbeirat hat beratende Funktion in allen Belangen rund um die Kita.

Elternabende

Zweimal im Jahr finden in unserer Einrichtung Gruppenelternabende statt.
Zusätzlich gestalten wir einen themenbezogenen Elternabend, zu dem wir je nach
geplantem Inhalt auch Referenten einladen.

Bei Gruppenelternabenden wird die Gruppensituation besprochen, anstehende
Aktivitäten und Planungen bekannt gegeben und Raum zum gegenseitigen
Kennenlernen geboten.

Elterngespräche

Der Entwicklungsstand des Kindes und die Situation zu Hause wie auch in der Kita
kann hier gemeinsam betrachtet und besprochen werden. Möglicherweise
unterschiedliche Sichtweisen werden diskutiert und aufeinander abgestimmt.

Die pädagogischen Mitarbeiter beraten Sie bei anstehenden Erziehungsproblemen
und zeigen Lösungswege auf. Eventuell werden nach Absprache unterstützende
Dienste von außen einbezogen. Die Elterngespräche finden in Form von
Einzelgesprächen an den Elternsprechtagen statt und darüber hinaus nach Bedarf.