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Die Frechdachse kehren zurück
Nach sechs Monaten ist die Sanierung abgeschlossen
„Schau mal, unser Schuhregal ist jetzt wieder hier!“ - „Mama, wo ist denn mein Haken?“ - „Hey, da steht ja die Eisenbahn im Flur“ - „Komm schnell, wir gucken uns den Garten an“...Fröhliches, aufgeregtes Kindergeschnatter am Mittwochmorgen, den 25. Mai, in der Kita Frechdachs im Heideweg. Tag eins nach einem halben Jahr Umsiedlung in den so genannten „Dachsbau“, dem katholischen Gemeindezentrum Maria Frieden in der Schwarzwaldstraße.

Die Kinder flitzen durch den großen Kita-Flur, erobern ihr Piratenschiff, lunzen aufgeregt in alle Gruppenräume und fragen, ob das Bad denn wieder „ganz“ ist und ob das Wasser wieder weg ist und ob alle Spielsachen jetzt wieder hier in der Kita Frechdachs sind und welche Mütter heute zum Spielen kommen. Denn, so berichten die Kinder mit großem Ernst: „Die Erzieherinnen müssen ja noch auspacken.“
Es ist geschafft. Der Wasserschaden, der als kleiner Lochfraß in einem der beiden Toilettenräume begann und sich zu einem erheblichen Ganz-Kita-Problem ausweitete, ist komplett behoben. Wochenlang hielten sich Spezialisten in weißen Schutzanzügen mit Mundschutz und Kopfbedeckung in der Kindertagesstätte auf, um sämtliche Schimmelsporen zu beseitigen, verunreinigte Materialien zu entfernen, akribisch zu lüften und zu trocknen. Dann wurde kontrolliert und gemessen und es kam endlich die offizielle Freigabe für den Wiederaufbau. Puh.
Während ein Großteil des Kita-Teams in dieser Woche die rund 600 Umzugskisten auspackt und alles wieder in Schränken und Regalen verstaut, helfen viele Eltern mit, indem sie entweder ihre Kinder ausnahmsweise zu Hause spielen lassen oder selbst mitkommen, um in der Kita als Betreuungs-Assistenz mitzuwirken. „Die große Unterstützung hier in Diedenbergen war eine riesige Erleichterung“, sagen alle Erzieherinnen. Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde hätten beide absolut unbürokratisch geholfen. Regelmäßige Gruppentreffen in Maria Frieden wurden rasch verlegt, sogar der Gottesdienst, den Jugendraum im evangelischen Gemeindehaus durften zeitweise die Hortkinder nutzen und im Poppies gab es für sie Mittagessen.
„Es ist ein großes Gemeinschaftsgefühl zu spüren“, sagt Kita-Leiterin Carolin Dietzel. Dies ist sicherlich der größte Pluspunkt bei der teils anstrengenden Reparatur-Geschichte. Aber unterm Strich bleibt festzustellen, dass für die Kinder der Aufenthalt im Dachsbau viele Vorteile hatte. Die drei Gruppen mischten sich schon nach kurzer Zeit, so dass alle Kinder die Chance hatten, andere und neue Spielkameraden und sogar neue Freunde zu finden. Die Kinder haben sich stärker als eine große Gemeinschaft empfunden, die zusammenhält. Und nun ziehen sie alle wieder gemeinsam zurück in ihr eigentliches „Nest“.
Bewegung ist bekanntlich der Motor für Entwicklung.
Ein herzliches Danke schön an ALLE, die mitgeholfen haben, dieses Abenteuer so grandios zu meistern.
Bianca Strauss
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